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Angelruten

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Angelruten kaufen: So findest du die richtige Rute

Die Angelrute ist das wichtigste Werkzeug am Wasser. Sie bringt den Köder an die richtige Stelle, überträgt den Biss in deine Hand und federt die Fluchten des Fisches ab. Weil es für jede Methode eigene Rutentypen gibt, wirkt die Auswahl am Anfang groß. Mit ein paar Grundbegriffen findest du aber schnell die Rute, die zu dir passt.

Welche Angelruten gibt es?

  • Spinnruten: für das aktive Angeln mit Kunstködern auf Barsch, Zander, Hecht oder Forelle. Meist zwischen 1,80 und 2,70 m lang.
  • Baitcastruten: für Baitcastrollen, die oben auf der Rute sitzen. Beliebt beim Werfen schwerer Kunstköder auf Hecht und Zander.
  • Match- und Feederruten: Feederruten sind für das Grundangeln mit Futterkorb gebaut und haben austauschbare, feine Spitzen, an denen du den Biss erkennst. Matchruten sind für das feine Posenangeln auf Distanz gedacht.
  • Karpfenruten: lange, kräftige Ruten für weite Würfe und schwere Montagen. Ihre Stärke wird oft als Testkurve in lbs angegeben.
  • Stipp- und Boloruten: lange Ruten für das feine Angeln mit Pose direkt vor den Füßen oder in der Strömung.
  • Teleruten: lassen sich zusammenschieben und sind praktisch für Reise, Fahrrad und spontane Angeltage.
  • Forellenruten: leichte, lange Ruten speziell für den Forellensee.
  • Wallerruten: sehr kräftige Ruten für den Wels, der zu den stärksten Fischen in unseren Gewässern gehört.

Länge, Wurfgewicht und Aktion verstehen

Drei Angaben stehen auf fast jeder Rute und entscheiden darüber, wofür sie gedacht ist:

Länge: Längere Ruten werfen weiter und helfen beim Führen der Schnur über Ufervegetation. Kürzere Ruten sind handlicher und präziser, etwa beim Spinnfischen vom Boot oder an engen Bächen.

Wurfgewicht: Es gibt an, für welches Ködergewicht die Rute gebaut ist, zum Beispiel 10 bis 40 g. Am besten arbeitet eine Rute im mittleren Bereich ihres Wurfgewichts. Deutlich schwerere Köder können die Rute überlasten.

Aktion: Sie beschreibt, wie sich die Rute unter Last biegt. Eine Spitzenaktion biegt sich vor allem im oberen Teil und überträgt Bisse sehr direkt. Eine parabolische Aktion biegt sich bis ins Handteil und puffert Fluchten weich ab, was beim Drill mit feinen Schnüren hilft.

Carbon oder Glasfaser?

Die meisten modernen Ruten bestehen aus Kohlefaser, auch Carbon genannt. Sie sind leicht, steif und sensibel. Glasfaser ist schwerer, dafür sehr robust und verzeiht Stöße und Fehler eher. Viele Ruten kombinieren beide Materialien.

Kaufberatung: Worauf du achten solltest

  1. Methode zuerst: Überlege, wie und worauf du angeln willst. Daraus ergibt sich der Rutentyp.
  2. Wurfgewicht an die Köder anpassen: Wiege im Zweifel deine typischen Köder und Montagen.
  3. Rolle mitdenken: Rute und Rolle sollten in Größe und Gewicht zusammenpassen, damit die Kombination gut ausbalanciert in der Hand liegt. Passende Modelle findest du bei den Angelrollen.
  4. Transport bedenken: Steckruten sind meist zwei- oder mehrteilig, Teleskopruten besonders kompakt.
  5. Griff testen: Kork und EVA-Schaum sind die üblichen Griffmaterialien. Wichtig ist, dass der Griff zu deiner Hand passt.

Wenn du nicht alles einzeln zusammenstellen möchtest, schau dir die Rutensets an.

Häufige Fragen zu Angelruten

Welche Angelrute ist für Anfänger geeignet?

Eine Allround-Spinnrute mit etwa 2,40 m Länge und mittlerem Wurfgewicht ist ein guter Start. Damit kannst du leichte Kunstköder werfen und auch einfache Posen- oder Grundmontagen fischen.

Ist eine Teleskoprute schlechter als eine Steckrute?

Nicht grundsätzlich. Steckruten haben meist eine gleichmäßigere Biegekurve, Teleskopruten punkten mit kleinem Packmaß. Für Reise und spontane Angeltage ist eine Teleskoprute oft die praktischere Wahl.

Was passiert, wenn ich das Wurfgewicht überschreite?

Die Rute wird beim Wurf überlastet. Im schlimmsten Fall bricht sie. Bleib deshalb möglichst innerhalb der angegebenen Spanne.