Futter & Lockstoffe
Futter und Lockstoffe: Fische gezielt an den Angelplatz locken
Gutes Angelfutter und passende Lockstoffe sorgen dafür, dass Fische deinen Angelplatz finden und dort bleiben. Besonders beim Friedfischangeln auf Karpfen, Brassen, Rotaugen und Schleien entscheidet das Futter oft darüber, ob es Bisse gibt. Hier erfährst du, welche Futterarten es gibt und wie du sie sinnvoll einsetzt.
Grundfutter: die Basis am Angelplatz
Grundfutter ist eine trockene Mischung, die du mit Wasser anfeuchtest und zu Ballen formst oder in den Futterkorb füllst. Am Gewässergrund löst es sich und bildet eine Futterwolke, die Fische anlockt. Je nach Mischung ist es eher fein und für Weißfische gedacht oder grob und schwerer für Karpfen und Brassen. In Fließgewässern muss das Futter fester binden, damit die Strömung es nicht sofort wegträgt. Du kannst zu Fertigfutter greifen oder dir deine Mischung aus Futtermehlen selbst zusammenstellen.
Partikel, Pellets und Boilies
- Partikel: Mais, Hanf, Weizen oder Tigernüsse. Sie sind ein klassisches Futter für Karpfen und andere Friedfische. Rohe Partikel wie Hanf und Tigernüsse müssen vor dem Einsatz eingeweicht und gekocht werden, sonst quellen sie im Fischmagen auf.
- Pellets: gepresstes Futter, das sich im Wasser je nach Sorte schnell oder langsam auflöst. Gut zum Anfüttern und als Hakenköder.
- Boilies: gekochte Teigkugeln, die vor allem beim Karpfenangeln eingesetzt werden. Sie sind fest und werden deshalb von kleinen Weißfischen nicht so schnell abgefressen.
Lockstoffe: Aroma gezielt einsetzen
Lockstoffe gibt es als Flüssigkeit, Dip, Booster, Spray oder Pulver. Sie verstärken den Geruch und Geschmack von Futter und Köder. Du kannst Aromen ins Futter mischen, Köder in Dips tränken oder Kunstköder einsprühen. Weniger ist hier oft mehr: Zu viel Aroma kann Fische eher abschrecken. Halte dich an die Dosierempfehlung auf der Verpackung.
Die richtige Menge
Ein häufiger Fehler ist zu viel Futter. Sind die Fische satt, beißen sie nicht mehr am Haken. Füttere zu Beginn eine Grundmenge an und lege dann in kleinen Portionen nach, wenn Bisse kommen. Bei kaltem Wasser fressen Fische weniger, im Sommer mehr.
Kaufberatung: Welches Futter passt zu dir?
- Zielfisch: Feines, helles Futter eignet sich für Rotaugen, gröberes und schwereres Futter für Brassen und Karpfen.
- Gewässer: Im Fluss brauchst du schweres, gut bindendes Futter, im stehenden Gewässer reicht leichteres.
- Methode: Für Futterkorb und Method Feeder gibt es spezielle Mischungen, die gut am Korb haften.
- Jahreszeit: Im Winter lieber wenig und fein füttern, im Sommer darf es mehr sein.
Wichtig: An manchen Gewässern ist das Anfüttern verboten oder in der Menge begrenzt. Lies vor dem Angeln die Gewässerordnung deines Vereins oder Kartenausgebers.
Häufige Fragen zu Futter und Lockstoffen
Wie mache ich Grundfutter richtig an?
Gib das Wasser in mehreren Schritten zu und mische gründlich. Lass das Futter danach einige Minuten ziehen. Es sollte sich zu einem Ballen formen lassen, der in der Hand hält und im Wasser zerfällt.
Kann ich Futter und Lockstoff kombinieren?
Ja. Viele Angler mischen einen flüssigen Lockstoff ins Anmachwasser. Achte darauf, dass Futter und Aroma zueinander passen, zum Beispiel süß zu süß.
Wie lagere ich Futter richtig?
Trocken, kühl und gut verschlossen. Feuchtes Futter kann schimmeln und gehört dann nicht mehr ins Wasser.